KZ-Gedenkstätte Neuengamme Titelbild

KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Jean-Dolidier-Weg 75
21039 Hamburg

Tel.: 040-428313500
Email: neuengamme@kb.hamburg.de
Website: http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de

Öffnungszeiten:

Mo-Fr 9:30-16 Uhr
Sa/So/Feiertage 12-17 Uhr (Apr-Sept. bis 19 Uhr)

Beschreibung

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert am historischen Ort an  die über 100.000 Menschen, die von 1938 bis 1945 Häftlinge des Konzentrationslagers Neuengamme und seiner Außenlager waren. Sie ist ein Gedenk- und Lernort, der die Erinnerung an die Opfer des SS-Terrors bewahrt und vielfältige Möglichkeiten der Beschäftigung mit den Ursachen und Folgen der NS-Herrschaft bietet.

 

Profilfoto: Emily Mohney (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2016)

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Das KZ Neuengamme

In Neuengamme befand sich von 1938 bis 1945 das größte Konzentrationslager Nordwestdeutschlands, das KZ Neuengamme. Während des zweiten Weltkrieges deportierten die Gestapo und der Sicherheitsdienst der SS Zehntausende Menschen aus den besetzten Ländern Europas als KZ-Häftlinge nach Neuengamme. Im KZ Neuengamme und seinen mindestens 85 Außenlagern waren mehr als 100.000 Frauen und Männer unter mörderischen Bedingungen inhaftiert. Mindestens  42.900 von ihnen überlebten nicht. Sie wurden hingerichtet, durch Giftgas oder Injektionen getötet oder starben infolge der unmenschlichen Haftbedingungen, der vernichtenden Zwangsarbeit, extremen Misshandlungen und „medizinischen“ Versuchen.

Die KZ-Gedenkstätte

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist heute ein Gedenk- und Lernort, der die Erinnerung an die Opfer und Verfolgten des NS-Terrors bewahrt und vielfältige Möglichkeiten der Beschäftigung mit den Ursachen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bietet.

Die Gedenkstätte umfasst nahezu das gesamte ehemalige Areal des Konzentrationslagers Neuengamme in einer Größe von 57 Hektar mit 17 aus der Zeit des Konzentrationslagers erhaltenen Gebäuden; sie ist damit eine der größten KZ-Gedenkstätten in Deutschland. Zur Gedenkstätte gehört der Bereich des ehemaligen Häftlingslagers mit Appellplatz und den gemauerten Häftlingsunterkünften sowie symbolischen Kennzeichnungen der Barackenstandorte und des Lagerzauns. Das Gelände umfasst auch das ehemalige Lager für die SS mit dem Garagenhof, der Hauptwache und dem Kommandantenhaus, weiterhin die Werkhallen des ehemaligen KZ-Rüstungsbetriebs „Metallwerke Neuengamme“ und das ehemalige Klinkerwerk. Im Süden des Geländes befindet sich der Gedenkhain mit dem „Haus des Gedenkens“ und dem internationalen Mahnmal.

Dieses Außengelände ist durch Rundwege erschlossen und wird auf 60 mehrsprachigen Informationstafeln dokumentiert. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme bietet ihren Besucherinnen und Besuchern außerdem mit einem mehrsprachigen Audioguide und Apps für Smartphones, mit Archiv und Bibliothek, vor allem aber mit fünf Ausstellungen, die sich zumeist in historischen Gebäuden aus der KZ-Zeit befinden, ein umfassendes Informationsangebot. Die Geschichte des Konzentrationslagers Neuengamme und seiner Außenlager von 1938 bis 1945 bildet dabei den Schwerpunkt der Hauptausstellung. Im Vordergrund steht die Dokumentation der an diesem Ort begangenen Verbrechen, die Veranschaulichung des Prozesses der Dehumanisierung und die Darstellung des Leidens der Häftlinge, das für die Überlebenden mit der Befreiung im Mai 1945 oftmals nicht endete.

Öffnungszeiten der Ausstellungen
Montag bis Freitag, 9:30-16.00 Uhr
Samstag, Sonntag, an Feiertagen*:
Oktober bis März, 12:00-17:00 Uhr
April bis September, 12:00-19:00 Uhr
* die Ausstellungen sind geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12 und 01.01.

Der Eintritt ist frei. 

Das Gelände ist auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich.

Führungen

Sonntags finden Führungen für EinzelbesucherInnen statt. Bitte informieren Sie sich auf unserer Webseite  . Für Gruppenführungen buchen Sie bitte eine (kostenpflichtige) Gruppenbegleitung beim Museumsdienst Hamburg, Tel. 040-4281310