Freilichtmuseum Rieck Haus Titelbild

Freilichtmuseum Rieck Haus

Curslacker Deich 284
21039 Hamburg

Tel.: 040 723 12 23
Email: museum@bergedorf.hamburg.de
Website: http://www.bergedorfer-museumslandschaft.de/ueber-uns/freilichtmuseum-rieck-haus/

Öffnungszeiten:

Di.-So. 10:00 bis 17:00 Uhr
Vom 01.11. bis 28.02. geschlossen.

Beschreibung

Das Rieck Haus ist eines der ältesten erhaltenen Hufnerhäuser in den Vier- und Marschlanden, erbaut ab 1533. Im Jahr 1663 wurden der Wohnteil und die Giebelseiten erneuert.

ln seinen ältesten Teilen ist das Rieck Haus das letzte erhaltene Beispiel dieser Form des Niederdeutschen Fachhallenhauses in den Vierlanden. Es wurde 1949 restauriert. ln den Gebäuden der Anlage, die noch bis 1982 zu "Schauzwecken“ von der Familie Rieck bewirtschaftet wurde, sind zahlreiche bäuerliche Alltagsgegenstände zu besichtigen.

Auf dem Gelände befinden sich, außer dem Hufnerhaus mit Wohnteil und Stall, eine Scheune, der Haubarg, das alte Backhaus und eine Windmühle zur Feldentwässerung. Das Rieck Haus hat sich zum beliebten Ausstellungs- und Veranstaltungsort für die Vierländer Kultur entwickelt.

Sonderausstellung

HOLUNDER: KULTURGESCHICHTE, BOTANIK, NUTZUNG
AUSSTELLUNG VOM 1. APRIL - 31. OKTOBER 2017 IM RIECK HAUS

Der Holunder ist eines der bekanntesten Volksheilmittel. Unverwechselbar macht er sich in Stadt und Land als Kulturfolger bemerkbar. Seine weißen Blüten künden zu Johannis von der Sommer- Sonnenwende. Sein charakteristischer süßer Duft berauscht die Sinne. Ohne bewußt angepflanzt zu sein, begleitet er die menschliche Siedlung. Er kommt als erwünschter Freund überraschend wie von selbst an Haus und Hof, auch in den Vier- und den Marschlanden. Es bringt Unglück über den Hof, ihn unbegründet zu fällen oder gar als Feuerholz zu nutzen.

Holunder begleitet den Menschen von der ersten zur letzten Stunde, in gesunden und kranken Tagen. Gern sucht die Pflanze genau die Stellen auf, wo menschliche Siedlung mit Abfall, Mist und Dunghaufen eine Kulturspur hinterlassen hat. In den letzten Jahren hat die Verwendung von Holunderblüten und Saft aus den Beeren im Bewußtsein des Wertes der Natur mit Dutzenden von Marken-Produkten neue Aktualität erhalten.

Torkild Hinrichsen, ehemaliger Direktor des Altonaer Museums und passionierter Kulturhistoriker, widmet der Pflanze eine Ausstellung. Sie erklärt die Botanik ebenso wie die Verwendungsgeschichte vom Holz über Beeren und Blätter des Gewächses in Objekten und Bildern.

Zur Ausstellung gibt es zweimal im Monat Begleitveranstaltungen für Kinder und Erwachsene.